Rafael Leng


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Leseprobe II

Schwert von Wigrid

Wie gewöhnlich hielten sie während der Nacht abwechselnd Wache. Und waren, kaum dass die erste Dämmerung einsetzte, wieder unterwegs. Die Straßen waren noch nicht stark belebt, trotzdem blickten die wenigen, die unterwegs waren mürrisch, als ob sie jeden, der ihnen begegnete, töten wollten. Schnell hatten sie den Platz mit den Galgen erreicht. Dieser hatte sich verändert. Zwar waren die Galgen nach wie vor vorhanden, doch sahen sie auch ein paar Stände, an denen Waren angeboten wurden. Allerdings war jeder dieser Stände von mehreren Bewaffneten umgeben. Ob Orks oder Menschen spielte bei den Wächtern keine Rolle, es schien nur wichtig, dass diese groß und breitschultrig waren. Dabei blickte alle dieser Wächter so grimmig, als würde sie jeden töten, der auch nur in die Nähe des Verkaufstandes kam.
„Werden die Waren hier angeboten oder bewacht?“, wollte Sternenmeer wissen. „Ich denke man verkauft die Ware“, antwortete Ares, „doch frage mich bitte nicht, wie man etwas kauft, ohne gleich seinen Kopf zu verlieren.”
„Wir könnten einen der Wächter nach der Bibliothek fragen“, schlug Hideyoshi vor.
„Zuerst schauen wir uns dieses Gebäude an“, bestimmte Ares und zeigte auf eine Ruine, die ihre besten Tage schon lange hinter sich hatte.
„Du musst lebensmüde sein, wenn du diese Ruine betreten willst“, versuchte Sternenmeer Ares von seinem Vorhaben abzuhalten.
„Nein, nur wenn die Bibliothek so berühmt ist, wie du sagst“, erklärte Ares, „befindet sie sich an einem zentralen Platz. Und es gibt keinen zentraleren Platz als diesen Marktplatz hier. Wir werden das Gebäude betretten und schauen welche Funktion es früher mal gehabt hat. Wenn es nicht die Reste der Bibliothek sind, können wir immer noch einen der Wächter fragen ob er den Weg kennt. Wobei ich bei diesen Gestalten aber bezweifele, dass sie wissen was ein Buch ist, geschweige denn, dass sie überhaupt lesen können.”
Ares ging los, Hideyoshi und Sternenmeer folgten ihm. Sie hatten gerade die Mitte des Platzes erreicht, als einer der Wächter plötzlich: „Tod allen Elben“ rief.
Dann stürzte er sich mit gezogenem Schwert auf Hideyoshi und hieb nach ihm.
Hideyoshi reagierte automatisch, er packte den Waffenarm des Angreifers, verlängerte den Schwung und der Angreifer rammte sich das Schwert selbst in die Brust. Röchelnd ging er zu Boden und starb. Sofort wollten die anderen Wächter ihren getöteten Kameraden rächen. Mit gezogenen Waffen stürzten sie sich auf die Drei. Dem Ersten, der ihnen zu nahe kam, schlug Sternenmeer den Kopf ab, während Ares einem Ork schnell das Schwert zwischen die Rippen stieß. Und Hideyoshi, einem weiteren mit einem Tritt das Gesicht zerschmetterte.
Der Angriff der Orks kam ins Stocken. Zu schnell waren drei von ihnen gestorben. Und ein vierter lag schwer verletzt am Boden.
„Was macht ihr da?”, brüllte eine Stimme die Orks an, „ihr sollt meine Ware bewachen und euch nicht mit ein paar verdammten Elben prügeln.”
„Es sind doch nur Elben“, maulte einer der angreifenden Orks, steckte aber seine Waffe weg. Die anderen Orks folgten seinen Beispiel.
„Nicht nur“, kam es kalt von Ares.
„Noch schlimmer“, sagte ein anderer Ork, „ein Mensch, der sich mit Elben abgibt.”
Der Tritt von Ares kam schnell, war hart und überraschte den Ork vollkommen. Vor allem saß der Tritt. Der Ork flog vier Meter nach hinten und riss noch paar andere Orks zu Boden, die vor einem Stand Wache hielten.
„Was habt ihr eigentlich für Wachen, für eure Stände?”, rief Ares den Händler höhnend zu.
„Wir Elben“, belehrte Sternenmeer die Umstehenden, „würden so etwas nicht mal als Novizen in unsere Armee aufnehmen.“
Entsetzen breite sich unter den Händler aus, als sie sahen, wie einfach ihre Wächter zu besiegen waren. Ares, Hideyoshi und Sternenmeer blickten sich kurz um, sahen, wie ein paar Leute zu den Leichen eilten und diese dann zu den Scheiterhaufen brachten. Dann setzten die Drei ihren Weg in Richtung…………………….

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